Verhütung… soweit sind wir Menschen noch nicht…

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Diese Tiere verhüten ganz ohne Pille

Verhütung... soweit sind wir Menschen noch nicht... 4

  • Anubispaviane essen fruchtige Verhütungspflanzen.

    Wenn die Weibchen dieser Affernart bereit zur Paarung sind, schwellen ihre Genitalbereiche an. Aber die Pavian-Weibchen haben eine natürliche Antibaby-Pille gefunden: die Pflanze Vitex doniana. Essen die weiblichen Paviane von der Frucht, gerät ihr Hormonzyklus durcheinander und ihr Genitalbereich schwillt ab. Das ist für die Männchen sehr unattraktiv und sie suchen sich ein anderes Weibchen zur Fortpflanzung.


  • Nacktmulle.

    Bei diesen Nagern kann nur eine den Nachwuchs zeugen: die Nacktmull-Königin. In der Kolonie ist sie als einzige sexuell aktiv — die anderen Weibchen kümmern sich um den Nachwuchs. Die Königin stresst die anderen Nacktmulle durch Beißen, Kratzen und Schikane so sehr, dass ihnen die Lust auf Sex vergeht. Stirbt das oberste Tier der Kolonie, werden die anderen Weibchen wieder fruchtbar. Wer dann zuerst Nachwuchs bekommt, ist die neue Königin.


  • Ratten.

    Wenn Ratten unter Stress stehen, zum Beispiel durch Krankheit oder Hunger, können sie ihren Fötus resorbieren — ihn zurückbilden — um das eigene Überleben zu sichern. Denn wenn sie beispielsweise schon alleine nicht genug Futter haben, würde ein Kind die Situation noch schlimmer machen. Bei starker körperlicher Belastung können Ratten-Weibchen ihre Embryonen im Frühstadium zurückbilden.


  • Pferde.

    2010 beobachteten Wissenschaftler des Norwegian Insitute for Nature Research etwas Unglaubliches. Eine Herde wilder Przewalski-Pferde hatte wegen eines besonders kalten Winters kaum noch Futter zum Überleben. Die Folge: die meisten trächtigen Stuten stießen ihre Föten ab oder bildeten sie zurück. Im Frühjahr 2010 kam lediglich ein Fohlen zur Welt. Laut Wildtierforscherin Petra Kaczensky gab es einige Totgeburten und einige Pferde bildeten die weit entwickelten Föten wohl noch im Mutterleib zurück.


  • Larvensifakas.

    Diese Affen verhüten zwar nicht, aber sie haben ein wirksames Mittel gegen Fehlgeburten. Während der Schwangerschaft fressen die Weibchen sehr viele tanninhaltige Pflanzen — viel mehr als die Männer oder nicht-schwangeren Weibchen. Der pflanzliche Stoff bindet Nährstoffe, wie zum Beispiel Proteine, und hilft bei der Entwicklung des Fötus.

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