Mit dieser Fledermaus-Technologie will Google Touchscreens ablösen

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Tastatur, Touch, Stimme – Radar? Neue Interaktionsmöglichkeiten verändern auch, wie wir Technologie benutzen. Google bringt gerade Geräten bei, unsere Anwesenheit zu erkennen und damit umzugehen. Hat die Technik das Potenzial, der nächste große Schritt zu werden?

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Am Anfang fühlt es sich noch merkwürdig an. Greift man nach Googles seit Herbst erhältlichen Smartphone Pixel 4, geht das Display schon an, bevor man es in der Hand hat. Das Pixel weiß, dass man in der Nähe ist. Die Fähigkeit dazu verdankt es Googles neuer Technologie Soli. Und die könnte nach Ansicht des Konzerns unseren Umgang mit Technik verändern.
„Soli ist eine Version von Radar. Hinter dem Namen steckt eigentlich ein sehr, sehr kleiner Chip, der mit vier Antennen ausgestattet ist. Eine von ihnen sendet, die anderen empfangen die Reflektionen des Signals“, erklärt Brandon Barbello. Er leitet bei Google als Produktmanager das Projekt. „Wir wollten die Geräte etwas menschlicher machen, sie mehr auf uns eingehen lassen. Radar hatte einige Eigenschaften, die dafür sehr nützlich waren.“ Indem Soli kurze Signale ausstößt und ihre Echos empfängt und interpretiert, kann das Gerät Veränderungen in der Bewegung und der Anwesenheit erkennen. „Ähnlich wie eine Fledermaus Echolokation benutzt.“

Ist da wer?
Das Ziel dieser Technologie nennt Google „Ambient Awareness“, was sich am besten mit Gewahrsein der Umgebung übersetzen lässt. Über Soli kann ein Gerät erkennen, was um es herum passiert, ob jemand anwesend ist und darauf reagieren. „Das kann aktuell noch kein anderer Sensor“, erklärt Barbello. Noch ist die Nutzung eingeschränkt. Im Pixel 4 erkennt Soli ob jemand sich in sechzig Zentimeter Umgebung befindet, ob jemand seine Hand nach dem Gerät ausstreckt oder dem Gerät winkt. Dann wechselt es etwa zum nächsten Song.
Zunächst erscheint das wenig beeindruckend, vielen Besitzern eines Pixel 4 wird die Funktion vielleicht nie auffallen. Trotzdem entschied Google sich bewusst für eine reduzierte Variante. „Die Nutzung soll sich natürlich anfühlen, man soll kein Handbuch brauchen“, erklärt Barbello. „Etwas mit der Hand wegzuwedeln, ist ganz einfach menschlich. In Zukunft kann man vielleicht auch antippen und ähnliches. Bei einem Telefon ist man eine bestimmte Art der Nutzung gewohnt. Die muss man nicht mit Soli ersetzen, nur erweitern und verbessern.“

Categories: Sprachen lernen

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